Altersverifikation: bestelltes Ergebnis
Chatkontrolle reicht ja nicht.
Ursula von der Leyen hat ein Gutachten erstellen lassen, das die Frage zum Thema hat, ob Kinder und Jugendliche vor Social Media geschützt werden müssen und bis zu welchem Alter.
Das wurde heute vorgestellt. Und oh Wunder, das Gutachten kommt genau zu dem Ergebnis, das sich von der Leyen gewünscht hat und was von Kritikern als weiterer Baustein zur Totalüberwachung und Zugangskontrolle des Internets betrachtet wird. Bis 13 Jahre soll der Zugang verboten werden. Laut netzpolitik.org (Vorsicht: Gendergaga) sagte sie auf Englisch sinngemäß: »Das sind genau die Belege, auf die wir gewartet haben.« Also geliefert wie bestellt!
Es lohnt sich auch mal ein Blick in das Papier, ob Zusammenfassung oder das gesamte »Gutachten« (bei netzpolitik.org verlinkt). Nicht, um es zu lesen, sondern um zu sehen, mit welchem Aufwand das gestaltet wurde. Das hat nicht den Flair eines wissenschaftlichen Gutachtens, das sich mit Pro und Contra auseinandersetzt, sondern den einer Hochglanz-Propaganda-Broschüre! Der Netzpolitik-Autor schreibt auch, daß die Notwendigkeit einer Zugangskontrolle für Kinder und Jugendliche keineswegs die allgemeine Meinung unter den Wissenschaftlern darstelle.
Ach, und bei Social Media bleibt von der Leyen auch gar nicht erst stehen. Sie spricht jetzt schon von »Social Media Plus«, und will das schon beim Start ausgedehnt sehen auf App-Marktplätze, Videospiele, Videoplattformen, KI-Systeme und Chatbots.
Um es nochmal klarzumachen: Vorgebliches Ziel ist der Schutz der Kinder, tatsächliches Ziel sind die Erwachsenen, die all diese Dienste nicht mehr ohne Alterskontrolle, wahrscheinlich realisiert mit einer staatlichen(!!!) Applikation, nicht mehr nutzen können, obwohl das völlig legal ist.
Berichte:
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Nius: »Social Media: EU-Gremium empfiehlt Zugangsbeschränkung bis 13«
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Junge Freiheit: »Sperre für unter 13jährige: Von der Leyen über Social-Media-Verbot: ›Wir brauchen altersgerechte Einschränkungen‹«
(wird bei Bedarf ergänzt)